Beatmerkompatibilität NO-A

Der NO-A verfügt über mehrere Betriebsarten und Dosiermodi, die es ermöglichen ihn in Kombination mit nahezu allen Beatmungsgeräten zu verwenden. Neben dem manuellen Betrieb, bei dem der Anwender durch die zusätzliche Einstellung des Beatmungsflusses die Therapie an ein breites Spektrum an Beatmungssituationen selbstständig anpassen kann, bietet der NO-A mit dem Beatmerinterface und einem Flowsensor zwei weitere Betriebsarten an, die sich automatisch an die Gegebenheiten im Beatmungskreis anpassen.


Die Dosiermodi unterscheiden sich in kontinuierlicher und getriggerter Dosiermodus. Ein optionaler dritter Modus erlaubt sogar durch ein dosimetrisches Verfahren den Betrieb an halbgeschlossenen Systemen von Anästhesiemaschinen (aktuell nur in Deutschland verfügbar).

Betriebsarten

über Beatmerinterface

EKU Elektronik ist der einzige Hersteller von Stickstoffmonoxid Dosiergeräten mit elektronischer Anbindung (Schnittstelle) an verschiedene Beatmungsgeräte namhafter Hersteller. Entsprechend der eingestellten Zielkonzentration wird durch die Verbindung mit dem Beatmungsgerät automatisch das notwendige Volumen patientennah zudosiert.

Diese direkte Kopplung mit dem Beatmungsgerät ermöglicht:

  • Sparsamkeit im Verbrauch des Therapiegases
  • kontinuierliche Anpassung an einen breiten therapeutischen Anwendungsrahmen
  • automatische Anpassung bei Therapiemanövern
  • kurze NO-Standzeiten im Atemgas und somit Minimierung von Risiken verursacht durch Umbauprodukte

Bereits verfügbare Beatmerinterfaces

Getinge (MAQUET) 



SERVO-i
(ab V4.00):
getriggert*

SERVO-s
(ab V4.00):
getriggert*

SERVO-U
(ab V1.02):
getriggert, nur V2*

SERVO-n
(n.a.):
getriggert

SERVO300
(n.a.)
:
kontinuierlich

Flow-i
(ab V4.04.00):
Bolus/Dosimetrie, nur V2* (D)

Dräger

Evita dura
(ab V 3.5)
:
getriggert*
Evita 4
(ab V4.25)
:
getriggert*

Evita XL
(ab V7.05)
:
getriggert*

Evita V300
(ab V2.40)
:
getriggert*
Evita V500
(ab V2.40)
:
getriggert*

Babylog 8000
(ab V5.0)
:
kontinuierlich*

Babylog VN500
(ab V2.40):
getriggert,
kontinuierlich*, **

Primus
(ab V04.53.00)
:
Bolus/Dosimetrie,
nur V2* (D)
Perseus
(ab V2.01):
Bolus/Dosimetrie,
nur V2* (D)

Hamilton Medical


HAMILTON-T1/C1
(ab V2.0.0/P 1.0.4)
:

kontinuierlich, nur V2*

HAMILTON-C3
(ab V2.0.0)
:
kontinuierlich, nur V2*
HAMILTON-S1/G5
(ab V2.6.0/P 1.0.6):
kontinuierlich, nur V2*


HAMILTON-C6
(ab V1.1.1):
kontinuierlich, nur V2*

Löwenstein Medical


Leoni plus
(ab V2.3.30/HULBUS 0.0.4):

kontinuierlich, nur V2*







*  Die Kompatibilität ist abhängig von der SW / HW Version des Beatmers.

** Der Dosiermodus ist abhängig vom Beatmermodus.

über Flowsensor

Zusätzlich bietet der NO-A die optionale Unterstützung nahezu aller Beatmungsgeräte durch die Verwendung eines Flowsensors.

Dieser wird in den Beatmungskreis eingebunden, erfasst den realen Fluss im Inspirationszweig und ermöglicht auch hier eine automatische Dosierung des notwendigen Volumen.

Bereits bekannte Settings mit Flowsensor:

Getinge (MAQUET)


SERVO-i: getriggert
SERVO-s: getriggert
SERVO-U: getriggert

Löwenstein Medical

Leoni plus: getriggert

Hamilton Medical

HAMILTON-S1/G5: getriggert

ACUTRONIC Medical Systems

fabian HFO: getriggert, nur V2

HFO Modus mit EKU Flowsensor max. 14 Hz

 

Dräger

Evita 2 dura
: getriggert
Evita 4: getriggert
Evita XL: getriggert
Evita V300: getriggert
Evita V500: getriggert
Babylog 8000: getriggert
Babylog VN500: getriggert

GE Healthcare

Engström Workstation
: getriggert
Centiva /5: getriggert

 

Covidien 


Puritan Bennett 840: getriggert

CareFusion 


SensorMedics 3100A/B HFOV: getriggert
Avea getriggert
Infant Flow SiPAP getriggert

Air Liquide Medical Systems


eXtend XT: getriggert

 

SLE 


SLE5000
: 
getriggert

SLE6000: 
getriggert


Novalung


ALPHA100 (HFVO): getriggert

Dosiermodi:

Kontinuierliche Dosierung

Bei dieser Dosiermethode wird unter Kenntnis des MVi-Wertes der Beatmung in gleichmäßig getackteten Zyklen das Therapiegas zugeleitet und durch die Laufzeit in der inspiratorischen Atemgaszuleitung eine „quasi-kontinuierliche“ Dosierung erreicht. Diese Dosierungsmethode findet sich auch im sekundären Dosiersystem des NO-A.

Getriggerte Dosierung

Die getriggerte Dosierung des NO-A appliziert entsprechende Mengen an Therapiegas unter Analyse der vorliegenden Flowkurven mit dem Ansatz eine „flow-proportionale“ NO-Dosierung zu erreichen, und damit auch bei variierendenen Strömungen eine konstante NO-Konzentration im Inspirationsschlauch zu erhalten.

Dosimetrische Applikation

Die Durchführungen der iNO-Therapie basieren auf der kontinuierlichen Verfügbarkeit des Medikamentes in der inspiratorischen Atemströmung. Die Wirkung des Medikamentes ist jedoch an das NO-Molekül in der Interaktion der Muskelzelle gekoppelt, nicht an die Konzentration am Patiententubus. Eine bolusartige Dosierung ist somit ein dosimetrisches Verfahren, welches zu Beginn eines jeden Atemzuges ein dem Tidalvolumen des Atemzugs proportionales Volumen an Stickstoffmonoxid (iNO) dosiert.

Dosimetrische Applikation

Das Stickstoffmonoxid muss dazu patientennah direkt am Y-Stück eingeleitet werden. Gegenüber den herkömmlichen Dosierverfahren bietet die dosimetrische Applikation in einem Bolus den Vorteil, das Medikament kontrollierter an den Wirkungsort zu transportieren bei gleichzeitiger Minimierung der Kontaktzeit zwischen Stickstoffmonoxid und dem in der Patientenzuluft befindlichen Sauerstoff. Je kürzer die Kontaktzeit, umso weniger entsteht Stickstoffdioxid als toxisches Umbauprodukt. Zudem bietet dieses Dosierverfahren die Möglichkeit, den Verbrauch an Therapiegas deutlich zu reduzieren, da nur tatsächlich appliziertes Atemvolumen mit Stickstoffmonoxid angereichert werden muss.


Bei Rückfragen zur Beatmerkompatibilität eines von Ihnen eingesetzten Systemes, setzen Sie sich gerne mit uns oder unseren autorisierten Kooperationspartnern in Verbindung.